Scheibinox OHG - Rostfreie Stahlbewehrungen für das Baugewerbe
 

Nicht rostender Betonstahl - ein Werkstoff für die Zukunft

Nichtrostender Betonrippenstahl ist die Lösung, um Korrosion vorzubeugen und in Stahlbeton an kritischen Stellen höchste Stabilität und langanhaltende Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Korrosionsschäden treten in praktisch allen Bereichen der Infrastruktur auf. Beispielsweise gibt es im Zuge der Bundesfernstraßen rund 1.200 Stahl- und Stahlverbundbrücken mit einer Stahlfläche von mehr als 15 Millionen Quadratmetern, die durch Witterungsbedingungen Korrosion ausgesetzt sind.

Korrosionsschäden gefährden nicht nur die Sicherheit und Stabilität dieser Bauten, sondern führen durch umfangreichen Reparatur- und Instandhaltungsbedarf sowie erforderliche Neubauten zu erheblichem finanziellen Aufwand. Nach Schätzungen belaufen sich die jährlichen Kosten, die durch Korrosion entstehen, auf annähernd 4% des Bruttosozialproduktes. Doch diese Schätzung umfasst nur die direkten Kosten wie Instandhaltung, Reparaturen, Bau und Überwachung. Zusätzlich entstehen indirekte Kosten wie Personenschäden, Schäden durch das Auslaufen umweltschädlicher Flüssigkeiten und Stillstände für kurzfristige Instandhaltungsmaßnahmen. Gerade im Bereich Verkehr entstehen durch Baumaßnahmen zur Instandhaltung insbesondere kilometerlange Verkehrstaus, die neben den zu messenden wirtschaftlichen Konsequenzen auch eine hohe Umweltbelastung zur Folge haben.

Diese Schäden und die daraus resultierenden Kosten lassen sich vermeiden, indem bereits bei der Konstruktion auf Nachhaltigkeit gesetzt und an kritischen Stellen nichtrostender Bewehrungsstahl eingesetzt wird.

Was ist nichtrostender Betonrippenstahl?

Rostfreier Betonrippenstahl ist die alternative Lösung für das Problem der Korrosion an kritischen Bauwerkstellen. Stähle zählen zu nicht rostenden Stählen, wenn sie einen Chromanteil von mindestens 10,5 % enthalten. Chrom ist notwendig um eine passive Schicht zu bilden, die den Stahl vor Korrosionseinflüssen schätzt. Diese passive Schicht ist eine kontinuierliche Oberflächenschicht, die sich bei Verletzungen der Oberfläche sofort repassiviert, so dass die Korrosionsbeständigkeit stets erhalten bleibt (anders etwa als bei einer Zinkbeschichtung). Mit steigendem Chromgehalt nimmt auch die Stabilität der schützenden Chromoxidschicht zu. Weitere Legierungselemente, wie Stickstoff oder Molybdän, besitzen einen zusätzlichen positiven Effekt und fördern die Korrosionsbeständigkeit.

Bei unserer kaltgerippten, nicht rostenden Stahlbewehrung handelt es sich um einen solchen hochlegierten Stahl, der durch Kaltwalzen seine Form, Oberflächenstruktur und die entsprechenden technischen Eigenschaften erhält. Durch das Kaltwalzen werden auf seinem Umfang drei Längsrippenreihen mit Schrägrippen aufgewalzt, wobei eine Rippenreihe gemäß DIN gegenläufig schräg ausgebildet sein muss. Diese Schrägrippenreihe trägt bei SCHEIBINOX als Werkskennzeichen drei Schrägrippen zwischen zwei gekreuzten Rippen bzw. zwei ausgelassenen Schrägrippen.

Warum nichtrostender Betonstahl?

Rostfreier Betonrippenstahl kann ohne vorherige Beschichtung wie Verzinkung oder Kunststoffummantelung in den Beton eingebracht werden. Durch seine passive, sich selbstregenerierende Oberflächenschicht ist ein stetiger Korrosionsschutz gegeben - auch bei Oberflächenverletzungen. Da dieser Stahl nicht korrodiert und somit seine Oberfläche unbeschädigt bleibt, ist auch sein Querschnitt und zumutbare Belastbarkeit, auf Dauer gesehen, konstant.

Auch bei längerer Lagerung im Freien kommt es zu keiner Korrosion und damit zu keiner Veränderung der Rippengeometrie. Somit ist stets eine ausreichend hohe Haftung im Beton gewährleistet; auftretende Schäden im umgebenden Beton bedürfen lediglich einer Betonreparatur. Außerdem ist bei nicht rostendem Betonrippenstahl eine dünnere Betonüberdeckung erlaubt, was wiederum zu einer Gewichtsersparnis führt, ohne die Sicherheit und Langlebigkeit des Bauwerks zu beeinträchtigen.

Wo wird nichtrostender Betonrippenstahl verwendet?

Korrosionsbeständige Duplex V4A Stähle (Inoxripp4486 und 1.4362) und austenitische V4A Stähle (1.4571) finden immer häufiger Anwendung im modernen Bauwesen, da sie Bauherren und Architekten neue Perspektiven bieten. Insbesondere die lean Duplexstähle spielen dabei eine zunehmend wichtige Rolle, da sie durch ihre sehr guten mechanische Eigenschaften und einen stabilen Preis überzeugen.

Die Anwendungsbereiche von kaltgewalztem, nicht rostenden Betonrippenstahl liegen vornehmlich in folgenden Bereichen:

  • Tragende Sicherheitsteile
  • Sensible Schnittstellen
  • Kontaktstellen mit Wasser
  • Bereiche mit stetiger Feuchtigkeit
  • Teile hoher und wechselnder Belastung
  • Großbauten

Die typischen Einsatzgebiete sind:

  • Tunnel
  • Brücken
  • Straßenbau
  • Flughäfen
  • Hochhäuser
  • Staudammanlagen
  • Freitragende An- und Überbauten
  • Fassadenabhängungen aus Stein
  • Mauerwerkstürze

 

 

 
 
Herkömmlicher BST 500 nach ca.
2 Wochen im Freien
Unsere rostfreie Bewehrung nach
über 4 Wochen im Freien
 
 
 
Aufgeplatzter Sichtbeton durch Einsatz von herkömmlichem rostendem Stahl
 
 
 

 

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